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Haarausfall bei Frauen - Ursachen und Gegenmaßnahmen

Kürzlich hatte Haarausfall bei Frauen einen großen Moment: Bei der Oscar-Verleihung 2022 machte der Komiker Chris Rock einen Witz über die Glatze von Schauspielerin Jada Pinkett Smith – und handelte sich eine Ohrfeige von ihrem Ehemann Will Smith ein. Plötzlich kannte die ganze Welt den Fachbegriff für Haarverlust: Alopecia oder auf Deutsch Alopezie.

Nicht nur ein Männerproblem: Haarausfall betrifft auch Frauen

Männer mit lichtem Haar oder Glatze sind alltäglich. Dass auch Frauen unter Haarausfall leiden, ist bisher ein Tabu. Dabei sind etwa 50 Prozent aller Frauen im Laufe des Lebens von Haarverlust betroffen.

Nur selten treten Frauen mit kahlem Kopf in die Öffentlichkeit – so wie Jada Pinkett Smith, die unter kreisrundem Haarausfall leidet. Bei Frauen haben die Haare einen hohen Stellenwert und das Thema Haarausfall macht vielen Angst. Wenn mal mehr Haare in der Bürste, auf dem Kopfkissen oder dem Waschbecken auftauchen als gewöhnlich, kann es durchaus ein wichtiges Signal sein.

Bis zu 100 Haare fallen täglich aus – das ist völlig normal. Nach dem Ausfallen produzieren die Haarfollikel wieder ein neues Haar. Wenn allerdings mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen, das Haar generell lichter wirkt oder die Kopfhaut zu sehen ist, kann etwas mit der Gesundheit nicht stimmen. Dann ist der Gang zum Arzt (Dermatologie) ratsam. Denn je früher Haarausfall diagnostiziert und die Ursache erkannt wird, desto eher hat eine Behandlung Erfolg.

Was sind die Ursachen für Haarausfall bei Frauen?

Der Oberbegriff für lichter werdendes Haar mit sichtbarer Kopfhaut oder kahlen Stellen heißt Alopezie. Mediziner unterscheiden über zehn verschiedene Arten von Haarausfall. Jede Art kann unterschiedliche Ursachen haben.

Anlagenbedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie oder AGA) ist die häufigste Form von Haarausfall und macht sich bei Frauen durch die Lichtung des Haupthaares bemerkbar. Die Ursache ist eine genetische Veranlagung, der Haarverlust ist somit erblich.

Haarausfall in den Wechseljahren

Alopecia areata oder kreisrunder Haarausfall führt zu kreisrunden kahlen Stellen. Außerhalb dieser kahlen Stellen wächst das Haar normal. Die Ursache ist eine Autoimmunreaktion (Autoimmunerkrankung).

Diffuser Haarausfall wird diagnostiziert, wenn das Kopfhaar gleichmäßig ausfällt und die gesamte Haarpracht dünner wirkt. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen Stress, Hormonschwankungen (etwa durch Schwangerschaft oder die Wechseljahre), Anämie oder Mangelerscheinungen wie Eisenmangel durch einseitige Ernährung, Medikamente (beispielsweise Beta-Blocker, Blutgerinnungshemmer, Cholesterinsenker, hormonelle Verhütungsmittel, Retinoide und Arzneimittel bei ADHS, Schilddrüsenerkrankungen und Narkolepsie), akute Krankheiten wie Infektionen, Covid oder Syphilis sowie chronische Erkrankungen (wie Anorexie, Bulimie, Diabetes mellitus, Lupus oder Morbus Crohn) sowie Vergiftungen (etwa durch ionisierende Strahlung, Pestizide oder das Metall Thallium).

Eine Sonderform ist Haarausfall nach der Schwangerschaft. Durch einen Abfall des Östrogenspiegels kann es etwa zwei bis vier Monate nach der Geburt zu diffusem Haarausfall kommen. Besonders betroffen sind Schläfen und Haaransatz. In der Regel ist dieser Haarverlust temporär und die Haare wachsen nach einiger Zeit (zwischen sechs Wochen und maximal 15 Monaten) normal nach.

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Welche Nährstoffe und Vitamine fehlen bei Frauen mit Haarausfall?

Damit Haare wachsen, gesund und glänzend aussehen, brauchen sie bestimmte Nährstoffe. Wenn diese Nährstoffe fehlen oder in unzureichender Menge vorhanden sind, wachsen Haare feiner und können schneller abbrechen oder fallen vorzeitig aus. Zu den wichtigsten Nährstoffen zählen Vitamin B12, Eisen, Folsäure und Zink. Einseitige Ernährung mit unzureichender Nährstoffzufuhr kann demnach zu Haarausfall führen. Darüber hinaus können Stress, bestimmte Erkrankungen und Medikamente einen negativen Einfluss auf die Nährstoffaufnahme haben, sodass trotz ausgewogener Ernährung nicht genug Nährstoffe und Vitamine im Darm aufgenommen werden.

Welche Hormone fehlen bei Haarausfall bei Frauen?

Haarausfall kann hormonell bedingt sein. Dabei ist ein Mangel der Hormone meist nicht ursächlich. Vielmehr sind es Schwankungen des Hormonspiegels, die den Haaren zu schaffen machen. Orale Kontrazeptiva mit Gestagenen, Schwangerschaft mit anschließendem Östrogenabfall oder die Wechseljahre, während der immer weniger Östrogen produziert wird, kommen als mögliche Ursachen infrage. Auch die sogenannte Androgenisierung (Vermännlichung), die erblich bedingt dazu führt, dass die Haarfollikel sensibel auf männliche Hormone (Androgene wie Testosteron und das daraus entstehende Dehydrotestosteron (DHT)) im weiblichen Körper reagieren, kann zu Haarverlust führen.

Wie kann man Haarausfall bei Frauen stoppen und behandeln?

Um Haarausfall zu stoppen, muss erst festgestellt werden, um welche Art Haarausfall es sich handelt und welche Ursachen verantwortlich sind. Der richtige Ansprechpartner ist ein Dermatologe oder eine Dermatologin. In der dermatologischen Praxis wird mit einem speziellen Gerät (Trichoscan oder Trichogramm) die Kopfhaut untersucht. Beschaffenheit der Kopfhaut, Zustand der Haarfollikel und wie leicht sich Haare herausziehen lassen (Zupftest), werden dabei bestimmt. Außerdem fragt die Ärztin oder der Arzt nach der Krankengeschichte, ob chronische oder akute Erkrankungen vorliegen oder Medikamente eingenommen werden. Auch die familiäre Häufung von Haarausfall wird thematisiert. Zusätzlich kann ein Bluttest gemacht werden, um beispielsweise die Werte für Schilddrüse, Hormone oder Nährstoffe zu überprüfen. Weitere Tests wie Haaranalysen oder Gewebeproben sind möglich.

Anschließend kann eine Behandlung empfohlen werden, die sich nach der konkreten Art des Haarausfalls richtet.

Bei hormonbedingtem Haarausfall werden Anti-Androgene verschrieben, die die Wirkung von männlichen Hormonen auf die Haarfollikel hemmen und zusätzlich die Durchblutung der Kopfhaut fördern.

Für erblich bedingten Haarausfall kommt das Medikament Minoxidil infrage. Es senkt den Blutdruck und kann zu kräftigerem Haarwuchs führen.

Bei kreisrundem Haarausfall können die Wirkstoffe Dithranol und Kortison helfen, die lokal auf die kahle Stelle aufgetragen werden.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Haartransplantation.

Welche Haarpflege bei Haarausfall von Frauen?

Wer unter Haarverlust leidet, sollte Haare und Kopfhaut pfleglich behandeln. Dazu gehört ein mildes Shampoo, wie etwa das Balance Eco Shampoo für sensible & trockene Kopfhaut. Es enthält keine Silikone oder beschwerenden Pflegezusätze und ist speziell für eine überempfindliche Kopfhaut konzipiert. Wichtig ist, die frisch gewaschenen Haare langsam zu trocknen, entweder an der Luft oder mit dem Föhn auf einer milden Wärmestufe. Bürsten oder Kämmen ist erst erlaubt, wenn das Haar zu Zweidritteln getrocknet ist. Im nassen Zustand sind die Haare besonders empfindlich und können beim Kämmen oder Bürsten herausreißen.

Für Styling und Frisuren gilt: Weniger ist mehr. Lieber auf beschwerende Stylingprodukte, Spangen oder Zöpfe verzichten und das Haar entweder offen tragen oder locker zusammenbinden. Alles, was am Haar zerrt oder es beschwert, kann Haarverlust fördern.

Über die Autorin

Über die Autorin

Annegret Ewald lebt für Ihre Leidenschaft, die Haarpflege. Schon Ihr Urgroßvater erfand 1940 ein Haarwasser aus Gebirgskräutern. Inspiriert vom Familienunternehmen begann sie 1998 im Marketing für die Marke C:EHKO. Ihre eigene Vision war es jedoch, eine eigene moderne Marke zu erschaffen, die Friseure und Endverbraucher zugleich ansprechen soll. Das Ziel, qualitativ hochwertige Produkte, die auf spezielle Haarprobleme ausgerichtet sind. Dies hat Sie 2008 erreicht mit der Gründung der HACO GmbH & Co. KG., und der Premiumhaarpflegemarke MeMademoiselle.

Über die Autorin

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Annegret Ewald lebt für Ihre Leidenschaft, die Haarpflege. Schon Ihr Urgroßvater erfand 1940 ein Haarwasser aus Gebirgskräutern. Inspiriert vom Familienunternehmen begann sie 1998 im Marketing für die Marke C:EHKO. Ihre eigene Vision war es jedoch, eine eigene moderne Marke zu erschaffen, die Friseure und Endverbraucher zugleich ansprechen soll. Das Ziel, qualitativ hochwertige Produkte, die auf spezielle Haarprobleme ausgerichtet sind. Dies hat Sie 2008 erreicht mit der Gründung der HACO GmbH & Co. KG., und der Premiumhaarpflegemarke MeMademoiselle.

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